Wie man produktiver wird

Produktivität

Weißt du, was die meisten sogenannten „Experten“ für Produktivität hoffen, was du nie herausfindest?

Die Tipps die sie geben und die Apps die sie verkaufen sind totaler Quatsch. Nicht einmal die Experten selbst benutzen sie.

Zeit für etwas Ehrlichkeit: Wann war das letzte Mal, als du eine App runtergeladen hast und du warst dir sicher, dass sie dich produktiver macht. Dann hast du sie weniger als einen Tag benutzt und sie danach vergessen.

Erinnerst du dich? War es diesen Monat, diese Woche oder heute Morgen?

Wie steht es damit: Wann hast du das letzte Mal die Zeit an einem Tag damit zugebracht, Artikel zu lesen wie „100 erfolgreiche Personen lehren dir, wie man produktiver wird“?

Lass uns ehrlich sein, machst du das gerade?

Genug ist genug.

 

Lassen wir das alles Mal beiseite und schauen uns an, wie Produktivität überhaupt funktioniert.

Produktivität ist nicht dasselbe wie Motivation. Es ist unmöglich, die ganze Zeit über motiviert zu bleiben, aber das heißt im Umkehrschluss nicht, dass du nicht immer produktiv sein kannst.

Motivation kommt in Wellen. Eines Tages stehst du auf und bist bereit es mit der Welt aufzunehmen. Wir fangen große Projekte an, träumen groß und wissen, dass wir es schlussendlich alles schaffen werden.

Dann kommt aber der Tag danach.

Wir sitzen am selben Ort wie am Tag zuvor, wo wir wie unter Strom gearbeitet haben, nur das heute überhaupt nichts passiert. Wir schauen Serien auf Netflix, oder kaufen uns eine Tasse Kaffee nach der anderen. Es scheint so, als ob dieser Funke nicht zurückkommen wird.

Wenn wir von unserer Motivation abhängig sind, sind wir nur sehr selten wirklich produktiv.

Was können wir also stattdessen unternehmen?

Einer meiner Mentoren, der ein Labor in Stanford leitet, sagt wir sollten annehmen, dass unser zukünftiges Ich faul sein wird und keine Motivation besitzen wird. Wir müssen ein System etablieren, in dem Produktivität so einfach wie nur möglich wird und zwar auch dann, wenn die Motivation nicht vorhanden ist.

Hier ist ein Beispiel für ein solches System

 

Schritt 1: Plane Misserfolge ein

Erfolgreiche Menschen haben nicht mehr Glück als andere. Aber sie versuchen mehr Dinge und nehmen es in Kauf zu scheitern.

Zum Beispiel ein guter Freund von mir wurde 26 Mal abgelehnt, bevor ein Herausgeber sein Buch über die 4-Stunden-Woche akzeptiert hat (das Buch wurde später ein New York Times und Wall Street Journal Bestseller).

So gut wie jeder, der erfolgreich ist, hat eine ähnliche Geschichte mit Misserfolgen und Triumphen vorzuweisen.

Der Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer produktiven Person ist aber, dass die durchschnittliche Person bei einem Misserfolg alles aufgibt.

Im Gegensatz dazu, investieren erfolgreiche Menschen nach einem Misserfolg nur noch mehr, weil sie wissen, dass es sich schlussendlich auszahlen wird.

Wie kann man also Misserfolg und Motivationswellen zu unserem Vorteil ausnutzen, so dass wenn andere Leute aufgeben, wir ein System haben, dass unsere Produktivität hochhält.

Du kannst so anfangen:

Erstelle dir eine Liste von allem was du brauchst, um dein Ziel zu erreichen.

Teile es in Teiletappen auf, so dass du es schaffen wirst.

Hier sind ein paar Beispiele, wie das aussehen kann.

Ich will mehr Tee trinken, weil es gesund ist. Also habe ich mir sehr viel Tee gekauft, einen Wasserkocher und eine Tasse direkt neben meinen Schreibtisch gestellt. Auch wenn ich eigentlich Lust auf etwas anderes hatte, war Tee immer die beste Lösung, da es immer am nächsten war.

Ich wollte mehr ins Fitnessstudio gehen. Ich habe mir jeden Morgen vorgenommen zu gehen, aber nach ein paar Minuten, habe ich mich immer entschieden doch nicht zu gehen. Ich habe herausgefunden, wenn ich aber meine Sportklamotten und meine Sportschuhe direkt neben das Bett stelle, ziehe ich sie direkt an und dann kann ich doch gleich ins Fitnessstudio gehen.

 

Schritt 2: Schreibe es in deinen Kalender

Stell dir vor, du spielst ein Fußballspiel gegen Lionel Messi. Du hast die besten Schuhe, die wertvollsten Klamotten etc. und Messi hat nicht einmal Schuhe und nur zerschlissene Klamotten. Wer würde gewinnen?

Da mag sich lächerlich anhören, aber wir spielen dieses Spiel jeden Tag gegen unsere Produktivität.

Die Werkzeuge sind nicht so wichtig, wie wir denken.

Neulinge lieben es Apps und modische Werkzeuge zu benutzen. Es ist einfach und oft lustiger mit neuen Werkzeugen zu arbeiten, anstatt einfach zu arbeiten.

Aber die grundsätzlichen und für viele veralteten Dinge, wie ein Kalender, ein Stift und ein Stück Papier funktionieren genauso, wenn nicht sogar besser.

Etwas auszuführen ist wichtiger als die Taktik selbst.

Wie du das selbst anwenden kannst:

Schreib dir deine Aufgaben, die demnächst anstehen, oder deinen Zeitplan auf, dazu reicht auch ein Stück Paper im Notfall und etabliere einen Kalender.

Wenn du das auf deinem Handy benutzt, dann stelle dir einen Alarm, so dass du jede Woche drüber schaust und deine Termine updatest. Wenn du vorausdenkst, wirst du nie Probleme mit der Zeit haben.

 

Schritt 3: Entwickle einen Fokus

Es gibt etwas, das sich konkurrierende Motivation nennt. Das bedeutet, dass manchmal auch unsere allerbesten Anstrengungen produktiv zu sein vereitelt werden, weil etwas anderes dazwischen kommt.

Manchmal sind es externe Dinge: Ein wirklicher Notfall kommt dazwischen, familiäre Angelegenheiten oder die Arbeit halten uns von etwas ab.

Aber genauso oft, geben wir ein Ziel auf und legen unseren Fokus stattdessen auf ein anderes. Das Ergebnis? Wir machen bei beiden kaum Fortschritte.

Einen gewissen Fokus zu entwickeln und in der Lage zu sein, ein paar Ideen in der Warteschleife zu belassen ist auch eine Fähigkeit, die fast sicher garantiert, dass wir Fortschritt bei den Dingen machen, die gerade wirklich wichtig sind. Lass mich dir zeigen, was ich meine.

Einer meiner Freunde, ein ehemaliger Angestellter von Mint und Facebook und der Gründer von AppSumo, hat mir die Potenz von einem starken Fokus demonstriert. Er hat nicht nur ein, sondern gleich zwei Multimillionen Unternehmen gegründet, die jedes Jahr wachsen.

 

Er macht das, indem er ein Ziel nach dem nächsten angeht.

Wie du dir das jetzt sofort zunutze machst:

Wähle dein oberstes Ziel aus. Ist es mehr Geld zu verdienen? Ein Unternehmen zu gründen? Deinen Traumjob zu finden?

Schnapp dir einen Stift und ein Stück Papier und schreibe es auf. Das ist kein dummes „Gedankenexperiment“. Wir machen dies, um uns selbst dazu zu bringen, nur eine Sache auf einmal zu machen.

Ein fortgeschrittenes Produktivitätssystem besteht darin, Angewohnheiten hervorzubringen, an die du dich halten kannst.

Wie du vielleicht bereits bemerkt hast, hängen unsere Anstrengungen produktiv zu sein, mit der Erschaffung von Angewohnheiten zusammen. Denn Angewohnheiten legt man nicht ab, wenn gerade keine Motivation vorhanden ist.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Tipps weiterhelfen konnte, damit du zukünftiger produktiver bist.

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