Wie du mit prokrastinieren aufhörst

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Wie kann es sein, dass manche Leute eine enorme Anzahl von Aufgaben zu erledigen, während andere damit zu kämpfen haben, überhaupt durch den Tag zu kommen?

Wie kannst du von den Erfahrenen lernen und das anwenden? Zuerst musst du dir zwei Wahrheiten vor Augen führen.

Wahrheit 1 : Wir haben alle dieselbe Menge Zeit zur Verfügung. Produktive Menschen gehen die Dinge anders an.

Wahrheit 2: Zu lernen wie man aufhört Dinge aufzuschieben, ist kein Mysterium. Es geht um deine Einstellung und wie du Dinge angehst.

 

Hier sind drei Schritte, die du anwenden kannst, um mit prokrastinieren und faul sein aufhören kannst und stattdessen produktiver wirst.

 

Schritt 1: Pass auf, was du sagst.

Wir sind alle von den Wörtern betroffen, die wir selbst benutzen (auch wenn wir uns nicht voll bewusst sind, was wir sagen). Wie viele von uns haben zum Beispiel vor kurzem folgendes Mal gesagt:

– „Ich sollte wirklich mal mein ganzes Zeug machen.“

– „Ich sollte damit aufhören so faul zu sein.“

– „Ich weiß, dass ich klug bin, aber irgendwie kann ich es nicht anwenden.“

Wörter besitzen Macht. Es gibt einen kleinen aber wichtigen Unterschied zwischen der Frage „warum prokrastiniere ich immer?“ und „warum prokrastiniere ich immer bei dieser Aufgabe?“ In der ersten Frage wird Prokrastination ein Teil deines „Selbstgesprächs“ und schlussendlich wer du bist. Auch wenn unsere Angewohnheiten zu tief in uns drin sind, damit man sie über Nacht ändern könnte, so kann man doch nach und nach anfangen sie zu neu zu programmieren, indem wir aufpassen welche Wörter wir benutzen. Es geht darum, ein positives „Selbstgespräch“ zu kreieren. Wenn du deine Sprache allmählich veränderst, ändert sich auch unser Selbstgefühl und wie wir unsere Ziele angehen. Die Sprache, die wir benutzen, ist also wichtig.

Handlung 1: In der ersten Woche versuchst du dich selbst dabei zu erwischen, wenn du eine negative Sprache benutzt. Dann versuche diese negative in eine neutralere oder positive Form zu bringen. Hier sind ein paar Beispiele für den Anfang:

– Statt „Ich bin so faul“ versuche es mal mit „Ich bin so menschlich. Jeder hat mal zu kämpfen.“

– Statt „Ich werde das nicht schaffen“ versuche es mal mit „Das wird schon irgendwie werden. Und wenn nicht, dann habe ich zumindest mein Bestes gegeben.“

– Statt „Ich sollte das machen“ versuche es mal mit „Ich werde klein anfangen und am Dienstag um 2 Uhr damit anfangen.“

 

Schritt 2: Hör auf der Zeit die Schuld zuzuschreiben

Es ist einfach die Zeit als Entschuldigung vorzuschieben, wenn du nichts auf die Reihe bekommst. Wie oft diesen Monat haben du und deine Freunde folgendes einmal gesagt:

– „Entschuldigung, mir ist etwas dazwischen gekommen. Wir sehen uns nächstes Mal.“

– „Ich weiß nicht, ob ich das machen kann. Ich habe im Moment so viel um die Ohren.“

– „Ich habe momentan keine Zeit dafür. Ich werde es später machen.“

Wir alle haben dieselben 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Wenn du erkennst, dass das „keine Zeit haben“ eigentlich nur ein Vorwand für Prokrastination ist, weil du es einfach nicht tun willst, dann sind wir schon einen Schritt weiter. Um dir zu helfen deine Zeit zurückzugewinnen, folge den folgenden Regeln:

Lass die Dinge los, die du tun solltest, die dich aber eigentlich nicht kümmern

Frage dich, von all den Dingen, die du tun willst, welche davon sind dir wirklich wichtig? Als ich vor ein paar Jahren zu der Hochzeit meines Cousins nach Indien geflogen bin, habe ich einen meiner Freunde dabei beobachtet, wie er sein Essen in fließendem Hindu bestellt hat. In diesem Moment dachte ich mir, dass ich selbst Hindu lernen sollte. Als ich zurück nach New York gekommen bin, habe ich es auf meine Liste mit Dingen die ich zu tun habe geschrieben, nur damit ich es nach ein paar Monaten fallen gelassen habe. Die Wahrheit ist, ich habe mich nicht genug dafür interessiert, Hindu zu lernen, es war mir nicht wichtig genug. Als ich anerkannt habe, dass ich es nicht machen werde und es von meiner Liste gestrichen habe, hat es mich ein Stück weit befreit, da ich mich nun mehr auf die Dinge fokussieren kann, die ich wirklich machen möchte.

Hör auf damit, auf die Inspiration zu warten

Inspiration ist etwas für Amateure. Ich wache jeden Morgen und gehe zur Arbeit, ganz egal, ob es mir gut oder schlecht geht, es regnet oder die Sonne scheint. Nicht weil ich eine Maschine bin, oder eine bessere Person als jemand anders, sondern weil ich ein System habe, von dem ich abhänge. Wille und Inspiration sind Dinge, die schnell verschwinden. Hast du dich schon einmal für etwas super interessiert, nur dass du nach 2 Wochen dich total unmotiviert gefühlt hast es zu machen? Ein System muss kein komplexes Monstrum sein. Meines ist zum Beispiel das folgende:

– Ich erstelle Erinnerungen in meinem Kalender, für kleine Aufgaben wie meine Wohnung zu putzen oder meine Mutter anzurufen

– An der Uni habe ich ein System für Stipendien entwickelt, damit ich mich für über 60 von ihnen bewerbe und habe mir somit mein gesamtes Studium finanziert

– Ich habe meine Sportklamotten immer am selben Ort jeden Tag (neben meinem Bett), damit ich nie eine Ausrede habe, nicht ins Fitnessstudio zu gehen

Von Launen oder Inspiration abhängig zu sein, sind unprofitable Lebenstrainer. Auf eine Erleuchtung zu warten ist ein schneller Weg etwas zu verfolgen, es dann fallen zu lassen, nur um es ein paar Wochen später wieder aufzugreifen, was dazu führen wird, dass du dich selbst hasst. Fange mit einem kleinen System, wie einem Kalender an und du wirst dich mehr auf die Dinge konzentrieren, die wirklich wichtig sind anstatt dich an den unwichtigen abzuarbeiten.

Hör auf damit dich schuldig zu fühlen

Es ist nicht verwunderlich, dass wir uns schuldig fühlen, da wir so viele Möglichkeiten haben und jeder um uns herum einen gewissen Druck auf uns ausübt. Denke mal darüber nach, wann du dich das letzte Mal so gefühlt hast, als ob du etwas tun solltest. Etwa eine neue Sprache lernen, bei der du dir dachtest, es wäre gut sie zu kennen. Oder du wolltest eine neue Sportart ausprobieren, weil dein Freund dir davon erzählt hat. Es ist einfach zu sagen, „Ja, ich sollte das machen“, nur damit du es nie machst und dich deswegen schrecklich fühlst. Das Leben ist kurz. Niemand ist dafür verantwortlich, dass du dich schuldig fühlst, außer du selbst. Realistisch gesehen, haben wir vielleicht die Zeit, drei bis vier große Dinge pro Jahr zu lernen. Sei dir sicher, dass du eines davon wirklich willst.

Handlung 2: Das nächste Mal wenn dir jemand eine Einladung schickt und du sagen willst, dass du keine Zeit hast, sei ehrlich mit dir selbst und der anderen Person. Du kannst auch diesen Satz benutzen: „Das hört sich wirklich interessant an, aber ehrlicherweise passe ich, da ich ein paar andere Dinge habe, auf die ich mich fokussieren möchte.“

Das wird:

– die anderen Personen deine Zeit und deinen Einsatz wertschätzen lassen

– dich selbst dazu zwingen, ehrlich zu dir selbst zu sein und was dir wirklich wichtig ist

– deine mentale Energie freisetzen, die du dazu nutzen kannst dich um die Dinge zu kümmern, die dir eigentlich wichtig sind

 

Schritt 3: Teile eine große Aufgabe in kleine Angewohnheiten auf

Ein weiter Grund warum wir prokrastinieren ist, dass wir einfach damit überfordert sind, wie viel wir zu tun haben. Wo fangen wir also an?

Ich nenne es ein Programm der kleinen Angewohnheiten

Wir werden von kleinen Erfolgen motiviert, aber gleichzeitig demotiviert von Misserfolgen. Wenn du das verstanden hast, dann kannst du dich daran machen, deine Ziele zu formulieren um dein Selbstvertrauen zu vergrößern und einen Moment zu kreieren. Wenn du anfängst ist es leichter, wenn du dir vornimmst einen Kilometer zu laufen und es zu schaffen, anstatt drei Kilometer und es nicht zu schaffen.

Welche kleinen Angewohnheiten kannst du also aufbauen?

– Mach zwei Pushups am Tag

– Reinige einen Zahn mit Zahnseide am Tag

– Trinke ein Glas Wasser bevor du zu Bett gehst

Von da an kannst du dich steigern.

Handlung 3: Denke an eines von deinen großen Zielen (körperlich fit werden, eine Sprache zu lernen, deine Sachen zuhause besser zu ordnen) und breche es auf eine kleine Angewohnheit runter. Sie sollte so klein sein, dass du damit anfängst. Nach zwei Wochen, kannst du damit anfangen diese kleine Angewohnheit in ihrem Umfang zu vergrößern.

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