Wie du ein Praktikum mit dem „Trüffelprinzip“ bekommst

Praktikum

Praktika sind wie Salz.

Salz ist eine Allerweltsware. Dir ist es egal, welche Art von Salz du bekommst, da sie alle mehr oder weniger gleich sind. Du kannst eine Art von Salz für eine andere austauschen und niemand wird einen Unterschied erkennen. Deswegen ist das Ergebnis, dass der Preis für Salz sehr niedrig ist.

Genauso verhält es sich mit Praktika.

Praktikanten sind leicht zu ersetzen und sind nur dazu da, um die Angestelltenzahlen zu füllen. Du willst NICHT eine Allerweltsware sein. Denn falls du es bist, bist du genauso wie die nächsten hundert Praktikanten. Das bedeutet, dass schwieriger für dich ist, angeheuert zu werden, aus der Masse herauszustechen und eine aussagekräftige Arbeit zu bekommen und Erfahrungen zu sammeln.

Anstatt Salz zu sein, solltest du eher wie ein Trüffel sein.

Ein Trüffel ist einzigartig und wertvoll, so dass Menschen übermäßig viel Geld ausgeben werden um einen zu bekommen. Wenn du ein Trüffel bist, werden die Leute in der Firma nicht darüber nachdenken dich zu ersetzen, da mit deiner Bewerbung all ihre Probleme auf einen Schlag gelöst werden und sie dich daher als einzigartig ansehen.

Wenn das passiert, hast du dir nicht nur ein Praktikum gesichert, sondern hast auch die Basis für bessere Arbeiten später in deinem Leben gelegt.

Das ist das „Trüffelprinzip“.

Ich gebe dir ein Beispiel. Da ich ein Trüffel bin, habe ich Absolventen der Stanford Universität im Wettkampf um einen Job bei Sun Microsystems ausgestochen und das als Student im zweiten Studienjahr.

Heute werde ich dir drei Methoden aufzeigen, wie du ein Trüffel wirst, damit du herausstichst aus der Masse und überall ein Praktikum bekommst.

 

Warum die meisten Bewerbungen auf Praktika nie gelesen werden

Versetze dich einmal selbst in die Lage eines Personalmanagers. Sie geben eine Ausschreibung für ein Praktikum heraus und bekommen innerhalb von 48 Stunden über 250 Bewerbungen.

Die meisten Menschen produzieren konstant nur mittelmäßige Bewerbungen, die wie jede andere aussieht – also Salz. Du musst aber herausstechen, wie ein Trüffel.

Ich weiß das, weil ich über 100 Menschen in den letzten 10 Jahren eingestellt habe für meine Firma. Ich gebe jedem Bewerber 15 Sekunden. Statt tief in die Bewerbungen hineinzuschauen, habe ich nur danach gesucht, was den Bewerber disqualifiziert.

Dabei bin ich nicht alleine. Mein Team und ich haben jahrelang Recherchen durchgeführt und herausgefunden, dass dies der Weg ist, den die meisten Personalmanager wählen, um die schiere Anzahl von Bewerbungen für sowohl Praktika als auch reguläre Arbeit bewältigen zu können.

Wenn ein Bewerber super ist, dann sticht er sofort heraus.

 

3 Wege um das „Trüffelprinzip“ anzuwenden, um ein Praktikum zu bekommen

Wenn sich Trüffel dazu entscheiden ein Praktikum zu finden, dann fangen sich nicht damit an zu googlen, denn sie wissen bereits Bescheid über Praktika Bescheid, die nicht öffentlich ausgeschrieben sind. Darüber wissen sie wegen ihres guten Netzwerks Bescheid.

Sie senden einfach ein paar Mails und umgehen das gesamte Bewerbungssystem und haben stattdessen direkt ein Treffen mit dem Personalmanager.

Ihre Freunde werden für sie bürgen, indem sie sagen, „Sie müssen wirklich zu dieser Person sprechen“, was den Ton der Konversation ändert. Stell dir vor, dass du als jemand vorgestellt wirst, den der Personalmanager kennenlernen muss, anstatt eines normalen Studenten, der verzweifelt nach einem Praktikum sucht.

Sie sind also nicht das Salz. Sie werden nicht für jemanden anders ausgewechselt. Sie haben einzigartige Fähigkeiten entwickelt und kommunizieren diese Fähigkeiten, um den Personalmanager zu überzeugen, dass sie eine spezielle Behandlung verdienen.

STOPP!

Es ist einfach zu sagen: „Okay, das funktioniert vielleicht, wenn du einen Abschluss einer Eliteuniversität oder reiche Eltern hast. Du solltest aber NICHT eine psychologische Barriere aufbauen, warum diese Leute so unterschiedlich zu dir sind. Ja, es gibt Leute, die Kinder von reichen Familien und übermäßig begabte Menschen. Aber der Rest hat sich das alles erarbeitet.

 

Hier sind 3 Möglichkeiten, wie du ein Trüffel wirst.

 

1. Benutze Spezifität um aufzufallen.

Das ist eine der ersten Lektionen, die mich dazu geführt hat, den „Nicken und Zucken Irrtum“ zu entwickeln. Wenn ich Leuten sage, dass sie spezifischer werden sollen, dann werden sie nicken und mit den Schultern zucken, aber niemand macht es eigentlich.

Wenn ich dich zum Beispiel jetzt fragen würde, was dein Traumpraktikum ist, was würdest du antworten? 95% von euch würden antworten, dass das Praktikum sowohl fordernd als auch eine dankbare Aufgabe sein sollte, wo man etwas lernen kann und mich wirklich einen Einfluss ausüben lässt und mit Menschen zu arbeiten. Das ist das was jeder sagt, sprich Salz.

Ein Trüffel dagegen würde sagen:

– Ich möchte als Praktikant in einer Firma mit sozialen Medien in San Francisco arbeiten

– Ich interessiere mich dafür, Praktikant in einer Organisation für Frauenreche in Washington DC sein

Erkennst du den Unterschied? Du musst spezifisch sein und du wartest nicht darauf, dass dir jemand anders über eine Möglichkeit für ein Praktikum Bescheid sagt. Wenn du genau weißt was du suchst, dann kommt dein Netzwerk ins Spiel und du frägst sie nach Hilfe, eine Verbindung mit einer der Firmen herzustellen. Anders gesagt, wenn jemand kommt und dir sagt: „Ich weiß nicht, was ich mit meinem Leben anstellen soll“, wird das eine lange Diskussion. Wenn sie aber sagen, „Kennst du einen Salesmanager der für eine IT Firma im Silicon Valley arbeitet“, dann werde ich ihnen viele Personen in kurzer Zeit vorstellen können.

 

2. Bereite dich richtig vor.

Die Leute, die nur nicken und zucken, würden nur sagen, „Ja klar, wir wissen, dass wir uns vorbereiten müssen.“

Hattest du schon einmal ein Praktikum? Wie hast du dich darauf vorbereitet?

– Salz: „Ich habe eine Stunde damit verbracht, ein paar Webseiten zu besuchen und mir die neuesten Nachrichten angesehen. Ich habe auch mit einem Freund fünf Minuten am Handy geredet, welche Art von Fragen ich eventuell zu erwarten habe.“

– Trüffel: „Ich habe bereits drei Leute des Kollegiums vor dem Interview getroffen, so dass ich die Herausforderungen genau kenne. Ich habe das alles aufgeschrieben und dann mit dem abgeglichen, was ich im Internet gefunden habe. Dann habe ich mich daran gemacht, mein Narrativ anzufertigen. Ich habe einen Freund zu mir eingeladen, der ein Management Consultant ist und damit weiß, wie man harte Fragen frägt. Wir hatten dann ein zweistündiges Probeinterview. Ich habe das Ganze auf Video aufgenommen.“

Hört sich das nach harter Arbeit an? Gut so, denn die meisten Leute werden sich diese Mühe nicht machen.

Leute, die die doppelte Zeit investieren, bekommen mindestens das dreimal so gute Resultat. Ja, du wirst härter arbeiten müssen. Aber du wirst der erste sein, der ausgewählt wird für ein Praktikum, während die anderen sich um die Abfälle streiten.

 

3. Bekomme Referenzen, egal von wem.

Wenn Leute mir erzählen, dass sie kein Netzwerk haben, frage ich sie, mit wem sie in Kontakt getreten sind. Sie antworten damit, dass sie mit den Schultern zucken.

– Salz: „Ich habe es versucht, aber ich kenne einfach niemanden. Ich habe ein paar Freunden geschrieben, aber die haben keine Ahnung. Es ist frustrierend, wenn es nur darum geht, wen du kennst. Wie soll ich denn so viele Leute kennen, wenn ich nur ein Student bin?“

– Trüffel: „Zuerst, habe ich mein LinkedIn Profil durchgeschaut und ein paar E-Mails verschickt. Ich habe drei Arten von E-Mails verschickt und Nummer 3 hat am besten funktioniert. Bei dieser Variante habe ich eine fünfzigprozentige Antwortrate. Ich habe dann drei Treffen für nächsten Woche in einem Café arrangiert. Dann bin ich in das Karrierebüro meiner Universität gegangen. Ich habe genau angegeben, was ich benötige, als ich mit den Professoren geredet habe und einer von ihnen kannte eine Führungsperson in einer großen Firma, in der ich arbeiten will. Mit diesem treffe ich mich morgen.“

Es gibt verschiedene Gebiete, auf denen das funktioniert:

– Die Firma, bei der du arbeiten willst

– Die E-Mails, die du versendest

– Die Fragen, die du frägst

– dein Anschreiben

– dein Auftreten beim Interview

Frage dich selbst: „Was würde der durchschnittliche Bewerber tun? Was würde ein Trüffel tun? Wiederhole das den ganzen Vorgang über und du wirst sehen, wie sich der Erfolg einstellen wird.

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