Mit einem Mitbewohner wohnen: 10 Tipps für ein gutes Verhältnis

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Eine große Furcht für neue Studenten an der Universität ist oft, ob man mit seinem Mitbewohner auskommen wird und wenn nicht, was dann? Es ist eine herausfordernde Situation, da man jemanden das erste trifft und dann nah auf nah auf wenig Quadratmetern zusammenwohnen wird für einige Zeit. Jedoch kann diese ganze Situation sich auch absolut positiv gestalten und am Ende eine wertvolle Erfahrung für dich darstellen. Tatsächlich wählen viele Studenten die Wohnsituation mit einem Mitbewohner und viele lange Freundschaften entwickeln sich daraus.

Hier sind ein paar Tipps, wie das Verhältnis zu deinem Mitbewohner so gut wie möglich wird.

 

1) Klare Kommunikation ist das A und O von Anfang an: Dies ist wahrscheinlich der wichtigste Tipp für jede Art von Beziehung. Als Mitbewohner werdet ihr wenig Raum miteinander teilen müssen für einen langen Zeitraum und man wird die Präferenzen und Bedürfnisse der anderen Person berücksichtigen müssen. Was weißt du über dich selbst bereits? Vielleicht magst du es etwas sauberer als dein Mitbewohner. Vielleicht magst du Musik hören, während du lernst, aber dein Mitbewohner kann sich dabei überhaupt nicht konzentrieren. Vielleicht brauchst du etwas Ruhe jeden Morgen, bevor du in den Tag startest. Glaube ja nicht, dass dein Mitbewohner von selbst darauf kommen wird. Sprich mit ihm darüber und zwar sobald wie möglich. Das wird eine Menge Konfliktpotential von vorne herein rausnehmen.

 

2) Wehret den Anfängen: Löse Probleme, solange sie noch klein sind und warte nicht bis sie zu groß und unerträglich geworden sind. Macht dein Mitbewohner etwas, dass dich wirklich stört? Deine Sachen zu nehmen ohne zu fragen? Ist er oft zu unordentlich? Sprich diese Konfliktthemen an, sobald du sie erkennst. Es ist durchaus möglich, dass dein Mitbewohner sich überhaupt nicht bewusst ist, dass manche Dinge ein Problem für dich darstellen. Es ist viel einfacher Probleme zu lösen, wenn sie klein sind und noch nicht zu einer eingefahrenen Gewohnheit verkommen sind.

 

3) Warte nicht – gehe große Problem sofort an: Vielleicht hast du Schritt 2 bereits versucht, oder aber dieses große Problem ist aus dem Nichts aufgetaucht. Wie auch immer, warte nicht, sondern handle. Sprich die Situation sofort an.

 

4) Das Eigentum deines Mitbewohners ist sein Eigentum: Das scheint etwas Offensichtliches zu sein, aber das ist vermutlich das am häufigsten vorkommende Problem, das zwischen Mitbewohnern auftaucht. Nehme nicht an, dass es ihm egal ist, wenn du die Reste seiner Mahlzeit aufisst. Frage immer nach der Erlaubnis bevor du dir etwas borgst oder benutzt.

 

5) Sei vorsichtig damit, Leute zu euch einzuladen: Du magst ein extrovertierter Typ sein, der in einer Gruppe aufblüht, aber dies mag nicht der Fall sein für deinen Mitbewohner. Er mag es vielleicht lieber ruhig und benötigt Ruhe um studieren zu können. Wenn du dann Leute zu euch einlädst, kann das schnell eskalieren. Vielleicht kannst du mit ihm darüber reden, dass du Freunde einladen wirst und wenn er lernen muss, ob er das dieses eine Mal in der Bibliothek tun könnte. Sprich mit deinem Mitbewohner darüber und versichere dich, dass du nicht irgendeine Grenze überschreitest, wenn du andere zu euch einlädst.

 

6) Schließe die Tür und die Fenster: Stell dir vor, dein Mitbewohner geht einen kurzen Moment aus der Wohnung raus ohne abzuschließen um sich kurz etwas zu essen zu holen. Wenn du nach Hause kommst, sind dein Laptop und deine Stereoanlage verschwunden. Was glaubst du, wie du gegenüber deinem Mitbewohner eingestellt wärst danach? Die Fenster und Türen zu schließen ist wichtig, damit euer Eigentum sicher ist. Bedenke, es ist nicht nur dein eigenes Zeug, dass in Gefahr ist dann, sondern auch das deines Mitbewohners.

 

7) Ihr mögt vielleicht nicht die besten Freunde sein und das ist okay: Sei freundlich und respektvoll zu deinem Mitbewohner. Zu versuchen eine Freundschaft zu erzwingen wird nur Spannungen hervorrufen. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn jeder seinen eigenen Freundeskreis und sein eigenes Leben hat.

 

8) Habe eine offene Denkweise: Dein Mitbewohner mag einen ganz anderen sozialen Hintergrund haben, vielleicht kommt er aus einer anderen Kultur und hat dadurch einen anderen Lebensstil, Ideologie und andere Perspektiven als du. Versuche dem offen zu sein und neue Perspektiven kennenzulernen und die Differenzen zwischen euch zu respektieren. Wenn du diesen Rat befolgst, wirst du sehen das Vielfalt eine bereichernde Erfahrung für dich darstellen kann.

 

9) Die einzige Konstante ist die Veränderung: Die Universität ist eine Zeit voller Lernen und Entwicklung und sowohl du, als auch dein Mitbewohner werden sich wahrscheinlich oft verändern in dieser Zeit. Sei dir dieser Veränderungen bewusst und hänge nicht zu sehr an der Vergangenheit. Neue Herausforderungen werden aufkommen, du wirst neue Probleme bewältigen und zu neuen Vereinbarungen kommen müssen. Ihr könnt am Anfang sehr eng sein, nur dass ihr euch nach und nach auseinanderentwickelt. Der gegenteilige Effekt kann natürlich auch eintreten. Sei offen für diesen Wandel und schwimme mit dem Strom.

 

10) Behandle deinen Mitbewohner, wie du selbst behandelt werden willst: Einen Mitbewohner zu haben kann sicher herausfordernd sein und du magst dir manchmal nicht sicher sein, ob ihr die Differenzen zwischen euch überbrücken könnt. Wenn Zweifel aufkommen, dann folge der Goldenen Regel und behandle deinen Mitbewohner so, wie du selbst behandelt werden willst. Auf diese Weise wirst du dir sicher sein, egal was passiert, dass du deinen Mitbewohner respektvoll behandelst und du wirst keine Reue spüren.

 

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